Meine ErFAHRungen mit der 'neuen' Africa Twin (SD04 DCT, Modelljahr 2016)

Mittwoch, 3. Mai 2017

1. CRF1000L-Forumstreffen


Vom 28.4. bis zum 1.5.2017 fand das erste CRF1000L-Forumstreffen in der Oberpfalz statt. Bei zwei gemeinsamen Touren und drei gemeinsamen Abenden fanden etwa 35 Teilnehmer mit 28 CRFs, einer XRV und ein paar Unverbesserliche mit anderen Modellen zusammen.



Die erste Tour führte in den Bayerischen Wald, verbunden mit einem Besuch des privaten Motorradmuseums Rosenberg.
Frau Rosenberg, mittlerweile Ende 70, hat vor fast 50 Jahren angefangen, Oldtimer zu sammeln und gemeinsam mit ihrem Mann zu restaurieren. Die Sammlung umfasst mittlerweile ca. 120 Motorräder in originalem oder originalgetreuem Zustand. Frau Rosenberg fährt immer noch Oldtimer-Rallys und ist Mitorganisatorin eines Oldtimertreffens mit zuletzt ca. 360 Teilnehmern.


Der zweite Tag führte uns über die Grenze ins nahe gelegene Tschechien, wo wir den ATs bei schönstem Wetter kleine, schlechte Straßen zumuten konnten.

Mit Hin- und Rückfahrt habe ich in den vier Tagen insgesamt 1.900 km zurückgelegt.


Das Treffen ist von den Teilnehmern so gut aufgenommen worden, dass am letzten Abend bereits über Optionen für die kommenden Jahre gesprochen wurde. Für 2018 und 2019 sieht es schon mal gut aus... 

Ein bisschen auf dem Rückweg "verfahren" habe ich mich auch noch



Montag, 24. April 2017

Ein Jahr ist um

Inzwischen ist es wieder April und nach einem Jahr und fast16.000 km Africa Twin Zeit, ein kleines Resumee zu ziehen. Den Blog habe ich sehr vernachlässigt: Zunächst, weil ich viel mit der AT unterwegs war, später dann, weil ich eine Zeit lang nur sehr eingeschränkt schreiben konnte...

2016 bin ich mit der AT u.a. in folgenden Regionen gewesen:
Im Rahmen von Tagestouren im Sauerland, Siegerland, Osnabrücker Land, Ostwestfalen/Teutoburger Wald, Weserbergland, Niederrhein;
mehrtägige Touren haben mich u.a. in den Harz, den Taunus, den Spessart, den Odenwald, den Schwarzwald, den Thüringer Wald, die Eifel, die Vogesen und das Allgäu geführt.


Auch im Rudel fühlt die AT sich wohl



Die Bruchhauser Steine sind jetzt nationales Naturmonument


Österreich



Die AT im vollen Reiseornat


Die AT hat mir dabei immer einen Riesenspaß gemacht und sich als absolut taugliches Motorrad erwiesen: für Tagestrips, mehrtägige Touren und Motorradurlaube genauso wie im Gelände, sowohl bei spontanen Abstechern auf unbefestigten Wegen als auch in anspruchsvollem Gelände mit der passenden Bereifung. Egal, ob die große Tour oder die kurze Feierabendrunde, die AT lässt kaum Wünsche offen (vgl. dazu Kritik).

Dabei sind von April bis Oktober 15.000 km auf den Tacho gekommen, bis mich im Oktober ein Sturz mit der AT für den Rest des Jahres vom Fahren (und Schreiben) abgehalten hat, da außer einer starken Schulterprellung auch noch Rippen und das rechte Handgelenk gebrochen waren.
Die AT hat auch einiges abbekommen und musste erst einmal in die Werkstatt. Pünktlich zum Saisonstart 2017 waren sowohl ich als auch die AT aber wiederhergestellt, so dass hoffentlich an die tollen Touren 2016 angeknüpft werden kann.





Montag, 13. Juni 2016

Harz und Teutoburger Wald

Im Mai habe ich am viertägigen Jahrestreffen des Forums 'V-Strom & Friends' in Allrode/Harz teilgenommen. Die V-Stromer sind ein tolerantes Volk, das auch Fahrer anderer Modelle/Marken akzeptiert (das sind dann die 'Friends'). Die AT (die einzige bei ca. 230 Motorrädern) hat sich dabei gut geschlagen. Allerdings führt die Kombination aus größerem Vorderrad, längerem Radstand und noch nicht ganz abgeschlossener Gewöhnung an das neue Motorrad (einschließlich etwas Misstrauens gegen die Serienbereifung) dazu, dass ich auf der AT noch nicht ganz so rasant auf kurvigen Strecken unterwegs bin wie vorher mit der 650er V-Strom.
Ich habe die AT auf den 1300 zurückgelegten Kilometern meist im Modus S3 (den D-Modus benutze ich mittlerweile fast gar nicht mehr) bewegt. Trotzdem war der Verbrauch bei Fahrten in der Gruppe (es waren mehrere V-Strom 650 und V-Strom 1000, BMW G 650, KTM Super Adventure, Honda Crosstourer dabei) und sehr flotter Fahrweise geringer, als wenn ich allein unterwegs bin. Entweder fahre ich allein doch rasanter als ich glaube, oder es liegt an dem starken Herausbeschleunigen nach Kurven oder Ortschaften, was ich natürlich nicht machen kann, wenn ich innerhalb der Gruppe fahre. Der Verbrauch lag zwischen 4,8 und 4,98 l/100 km. Insgesamt liege ich nach 3700 km jetzt bei 5,07 l/100 km mit wenig Autobahn und mittlerweile ausschließlich im Sportmodus (S1 bis S3).

Die Touren und die Hin- und Rückfahrt dauerten mit Pausen ca. 8 bis 9 Stunden. Ich hatte keinerlei Probleme, so lange auf dem Motorrad zu sitzen und bin einmal abends sogar noch 80 km extra gefahren (was sofort wieder den Verbrauch erhöht hat...). Die AT hat sich als absolut langstreckentauglich erwiesen und lässt sich beladen (Seitenkoffer + Topcase) genau so gut wie unbeladen oder nur mit Topcase fahren.

Mit den Serienreifen hatte ich keine Probleme außer einem leichten Rutscher auf nasser Fahrbahn.






Auch Wasserspiele bietet der Harz:




Die Geländegängigkeit der AT ist trotz der Straßenbereifung sensationell. Die folgenden Bilder sind aus dem Teutoburger Wald, wo es einige nicht gesperrte Forst- und Waldwege gibt:
 

Der Singletrail auf dem oberen Bild ist zunächst noch recht harmlos, wurde aber bald zu einem steilen und schmalen, teils matschigem Trampelpfad, den die AT gut bewältigt hat. Die schwierigen Stücke habe ich leider nicht fotografiert, weil ich kaum Möglichkeiten hatte, das Motorrad sicher anzuhalten und mehr mit heile durchkommen beschäftigt war. Zwischendurch kamen mir zwei Mountainbiker entgegen und glotzten ziemlich fassungslos. Sie konnten sich nicht vorstellen, wo ich mit einem so großen Motorrad herkomme bzw. hinwill...

Sonntag, 10. April 2016

Geduld ist angesagt

Vor 3 Tagen meldete sich mein Händler: 'Die AT ist da, alles ist fertig - nur noch ohne Fahrzeugbrief. Vielleicht kommt er morgen.' Also habe ich den Freitag gespannt abgewartet: Der Brief war immer noch nicht da. Dann wird's am Wochenende nichts mit fahren, dabei soll das Wetter doch so schön werden.
Stattdessen nutze ich die Zeit, die 'alte' Suzuki DL 650 V-Strom für den Verkauf fertig zu machen, also alles ausbauen, was an die AT soll (v.a. Kettenöler und die gemeinsame Steuerung für Öler und Heizgriffe), dafür eine neue Heizgriffsteuerung einbauen. Da einige Kabel abgemacht werden müssen, sieht es zwischendurch so aus:

Die Elektrik hatte ich beim Einbau wohl sehr akurat verlegt.

Meine AT hat derweil bei der an diesem Wochenende stattfindenden Honda Roadshow einen Ehrenplatz:


Jetzt hoffe ich, dass der Brief am Montag eintrifft...